Als Helene Munson das Kriegstagebuch ihres Vaters Hans Dunker (des jungen Ruderers links vorne auf dem Foto) nach seinem Tode liest, entdeckt sie Geheimnisse, die er sieben Jahrzehnte lang verborgen gehalten hat, die ein verheerendes Trauma erkennen lassen, das sein ganzes Leben überschatten sollte.
Während des Zweiten Weltkriegs rekrutierten die Nazis etwa dreihunderttausend deutsche Kindersoldaten. Hans war nur einer von ihnen. Als er mit neun Jahren auf die Elite-Reichsschule der NSDAP Feldafing geschickt wurde, geriet er in ein System, das aus Jungen wie ihm »Herrenmenschen« machen wollte, nur um sie dann in den letzten Kriegswochen als Kanonenfutter zu verschleißen. In der verzweifelten Endphase des Krieges wurde er noch an die Ostfront ins Sudetenland geschickt, wo er den Tod seiner Schulkameraden miterlebte und selbst verwundet wurde.
Die Tochter beginnt ihre Geschichte mit einer Reise ins tschechische Dorf Závada, dem Ort des Kampfgeschehens. In ihren Recherchen deckt sie die verlorene Geschichte einer ganzen Generation auf, die im Schulsystem des Dritten Reiches einer brutalen Gehirnwäsche unterzogen wurde. Sie setzt sich mit der verschwommenen Grenze zwischen »Täter« und »Opfer« auseinander und interviewt Zeitzeugen. Dabei muss sie für sich selbst klären, wie sie zu dieser dunklen Ära steht. Es ist eine ergreifende Geschichte der Vergebung, in der Helene ihren häufig als schwierig erlebten Vater verstehen lernt.
Bibliographische Angaben:
Erscheinungstermin: | 25.08.2025 |
Seitenzahl: | 300 |
Einband: | Hardcover |
Verlag: | Osburg Verlag |
ISBN: | 978-3-95510-382-8 |
Herstellerangaben:Osburg Verlag GmbH
Heimhuder Straße 81
20148 Hamburg, Deutschland
E-Mail: info@osburgverlag.de