Paul Edward Gottfried

Multikulturalismus und die Politik

Buch
Artikelnummer: 88438
ISBN / EAN: 9783902475008

Unterwegs zum manipulativen Staat?

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Meinungs- und Gedankenkontrolle kennzeichnen den therapeutischen Staat. Parallel dazu hat sich das Christentum zur politisch korrekten Zivilreligion gewandelt und die Erbsünde in einen traditionsfeindlichen Schuldkult umgefälscht. Ein Aufruf zur Rückgewinnung der eigenen Kultur!
222 S., geb.,
Multikulturalismus ist eines der hervorstechenden Merkmale der neueren westlichen Zivilisation. Paul Gottfried stellt dieses Phänomen in einen politischen und religiösen Zusammenhang. Für die neue politische Elite sind staatliche Wirtschaftslenkung und sozialpolitische Umverteilungen inzwischen weniger wichtig geworden als die Kontrolle über Meinungen, Gedanken und Redefreiheit. Eine auch von den Medien geförderte und stetig steigende unterschwellige Feindschaft gegenüber tradierten christlichen Werten ist das Kennzeichen dessen, was Gottfried den „therapeutischen Staat“ nennt.

Für Paul Gottfried hat eine immer aufdringlicher werdende political correctness insbesondere in den protestantisch geprägten westlichen Gesellschaften das traditionelle Christentum in eine Form der aggressiven Zivilreligion verwandelt. Religion reduziert sich immer mehr auf Sozialarbeit, darüber hinaus spielt das liberale Christentum des ausgehenden 20. Jhdts eine bedeutende Rolle als Verfechter der „Politik der Schuld“.

Die etablierten weißen Kirchen wandeln die ursprünglich rein metaphysisch verstandene Schuld um in eine freiwillige politische Selbsterniedrigung; die ungerecht leidenden Opfer werden identifiziert mit rassischen, kulturellen und lifestyle-Minderheiten. Diese Stilisierung gesellschaftlicher Opferrollen ist eines der Kennzeichen des sich in der Folge entwickelnden therapeutischen Staates.

Gleichzeitig aber sorgt sich der Autor auch um das Anwachsen eines amerikanischen „Empire“, das versucht, europäische Werte und Überlieferungen maßgeblich zu beeinflussen und zu ändern. Die Europäer, so der Autor, haben begonnen, die aus dem amerikanischen Protestantismus entstandene multikulturelle Bewegung als essentiell notwendig für eine demokratische Entwicklung hinzustellen. Damit hätten sie, bei aller sonstigen Kritik, auf diesem Gebiet in geradezu autoritätshöriger Weise amerikanische Vorstellungen übernommen. Eine vernünftige Entwicklung weg von diesen für die europäischen Kulturen und Nationalstaaten verderblichen „Politik der Schuld“ wird aber nach Gottfried so lange nicht stattfinden, wie die Menschen einer radikal verzerrten Karikatur ihrer eigenen Geschichte hinterherlaufen.
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