Jens Gnisa

Das Ende der Gerechtigkeit

Buch
Artikelnummer: 93532
ISBN / EAN: 9783451377297

Der Vorsitzende des Deutschen Richterbundes schlägt Alarm

Titel fehlt kurzfristig.
Jens Gnisa beschreibt, wie der Rechtsstaat durch die Politik ausgehöhlt wird und warum sich normale Bürger nicht mehr sicher fühlen. Falsch parken wird geahndet, Diebe und Schläger läßt man laufen; Haftbefehle werden nicht vollstreckt, abgelehnte Asylbewerber nicht abgeschoben.

288 S., geb.
Der Vorsitzende des Deutschen Richterbundes schlägt Alarm •150 000 Haftbefehle derzeit nicht vollstreckt •Abgelehnte Asylbewerber werden nicht abgeschoben •Diebe und Körperverletzer kommen straffrei davon, während Falschparker und Temposünder gnadenlos verfolgt werden Jens Gnisa ist Vorsitzender des Deutschen Richterbundes, der größten Berufsorganisation der deutschen Richter und Staatsanwälte. Täglich erlebt er, wie der Rechtsstaat durch die Politik ausgehöhlt wird und sich normale Bürger in unserem Land nicht mehr sicher fühlen. Sie misstrauen dem Staat, sehen sich aber in Kleinigkeiten drangsaliert: falsch parken wird geahndet, Diebe und Schläger lässt man laufen; Haftbefehle werden nicht vollstreckt, das Ausländerrecht zeigt eklatante Schwächen. Gnisa schildert, wie die Unabhängigkeit des Rechtsstaates, einer der Grundpfeiler unserer Demokratie, massiv beschädigt wird. Und in eindringlichen Worten fordert er, ihn jetzt zu stärken. Ansonsten droht das Ende der Gerechtigkeit. Ein wütendes Buch über Gerechtigkeit und die Justiz Auch in einem Interview mit dem Spiegel zu seinem Buch spricht Jens Gnisa Klartext: »Manche politischen Entscheidungen kann ich nicht nachvollziehen. Dass derzeit 150 000 Haftbefehle gegen Menschen, die eigentlich ins Gefängnis müssten, nicht vollstreckt sind, darf sich ein Staat nicht erlauben. Ähnliche Vollzugsdefizite gibt es im Ausländerrecht, da wird das Recht oft durch Moral überlagert. Für den einzelnen abgelehnten Asylbewerber, der abgeschoben werden soll, kann man ja Sympathien haben, aber das Recht muss das Gesamte sehen: Asyl ist Aufenthalt auf Zeit, für einen beschränkten Personenkreis. Und wer kein Asyl erhält, muss zurückkehren. (...) Vor allem aber bemängele ich die vielen Duldungen für Leute, die eigentlich ausreisen müssten. Wir haben über Jahrzehnte die Dinge schleifen lassen. Die Ausländer, die uns Probleme bereiten, etwa die Kurden in Duisburg-Marxloh oder die Araber-Clans in Berlin, das sind alles Geduldete.«
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