Richard Scheringer

Das große Los

Buch
Artikelnummer: 89949
ISBN / EAN: 9783899540185

Unter Soldaten, Bauern und Rebellen - Jubiläumsausgabe zum 100. Geburtstag des Autors

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Unter Soldaten, Bauern und Rebellen - Jubiläumsausgabe zum 100. Geburtstag des Autors

Mit einem Vorwort seines Sohnes Hanns-Ernst Scheringer. (Das die Erstausgebe von 1959 einleitende Vorwort Ernst von Salomons fehlt leider in dieser Ausgabe.)

Scheringer war als 19jähriger 1923 bereits am Küstriner Putsch des Majors Bruno Ernst Buchrucker beteiligt. Als Leutnant der Artillerie wurde Scheringer gemeinsam mit Hanns Ludin und Hans Friedrich Wendt am 4. Oktober 1930, wegen „des Versuchs einer nationalsozialistischen Zellenbildung innerhalb der Reichswehr“ im Rahmen des Ulmer Reichswehrprozesses zu eineinhalb Jahren Festungshaft verurteilt.

Scheringer bekannte sich nach langen Gesprächen mit dort einsitzenden Kommunisten am 18. März 1931 in einem aufsehenerregenden Schritt offen zu den Zielen der KPD und wandte sich von den Ideen des Nationalsozialismus ab. „Ich reihe mich als Soldat ein in die Front des wehrhaften Proletariats“ hieß es in einer Erklärung, die der Abgeordnete der KPD Hans Kippenberger am 19. März im Reichstag verlesen hatte. Wenige Monate später schon wurde Scheringer der „Vorbereitung zum Hochverrat“ beschuldigt und vom Reichsgericht zu zweieinhalb Jahren Festungshaft verurteilt.

Scheringer diente im Zweiten Weltkrieg an der Ostfront als Hauptmann in der 78. Infanteriedivision.

Im Herbst 1945 wurde er Mitglied der KPD, in der er bis zu deren Verbot 1956 und in der dann bis 1968 folgenden Illegalität verblieb.

Scheringer amtierte von November bis Dezember 1945 als Staatssekretär im bayerischen Landwirtschaftsministerium. Dem Bayerischen Landtag gehörte er von Juli bis November 1946 an. Hier war er gleichzeitig Vorsitzender der KPD-Fraktion.

Er arbeitete mit am „Programm zur nationalen Wiedervereinigung Deutschlands“, wofür ihn der Bundesgerichtshof zu zwei Jahren Gefängnis verurteilte. Von 1972 bis 1982 war er Gemeinderatsvertreter der DKP in Kösching und bis zu seinem Tod 1986 Mitglied des Parteivorstands der DKP.

365 S., Pb.

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